Tradition

1747 - 1758


Herzog CARL I. vo Braunschweig   ALT FÜRSTENBERG   SOLITUDE  
Rokoko      
1747
 
1750
 
1757/58
 
Am Anfang war das Wort: Am 11. Januar 1747 ordnete Herzog Carl I. von Braunschweig in einem Brief an seinen Hofjägermeister an, man möge im Jagdschloss FÜRSTENBERG "allen möglichsten Fleiß und Bemühung" anwenden, um dort Porzellan herzustellen.   Zum ersten Mal gelang es, aus den drei Bestandteilen Quarz, Feldspat und Kaolin einen annehmbaren Scherben in Serie zu brennen. 1753 verfügte der Herzog, das Porzellan zukünftig mit dem blauen "F" zu versehen, das bis heute Markenzeichen der Manufaktur ist.   FÜRSTENBERG wird zum künstlerischen Zentrum seiner Zeit. In Braunschweig eröffnet 1756 ein Zweigbetrieb für Buntmalerei. Es gelingt, bekannte Maler wie Pascha J. F. Weitsch, der die damalige Landschaftsmalerei prägte, an die Manufaktur zu binden.  

1780 - 1850


HERZOG FERDINAND   EMPIRE   GRECQUE  
Klassizismus     Biedermeier  
um 1780
 
um 1800
 
1840 - 50
 
FÜRSTENBERGER Vasen und Potpourris sind in der 2. Hälfe des 18. Jahrhunderts echte Verkaufsschlager. Als einzige Manufaktur neben KPM darf FÜRSTENBERG eine Verkaufsniederlassung in Berlin betreiben, trotz des Einfuhrverbotes für "fremdes" Porzellan nach Preußen.   "Rotwein, Butter und Käse für alle Arbeiter" spendiert im Jahre 1797 der Franzose Louis Victor Gerverot, der fortan die Leitung der Manufaktur übernimmt. Während der "Franzosenzeit" wird die Porzellanmanufaktur FÜRSTENBERG zur "Manufacture Royale".   Eine umfängliche Kollektion von Sammeltassen entwickelt sich zum Renner, alte Formen werden gepflegt, neue entstehen. 1859 wird die Herzögliche Manufaktur an Privatleute verpachtet, um schließlich 1888 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt zu werden.  

1904 - 1928


ARIANA   ANNA CARINA   MARYLAND  
Jugendstil   Historismus   Art Déco  
1904
 
1922
 
1928
 
Erstmals bringt die Manufaktur ein Serienservice heraus, bei dem Tafel-, Kaffee- und Teegeschirr im gleichen Modell gestaltet sind. Die Nachfrage nach "FÜRSTENBERGER Kunst" steigt, die Gründung einer externen Malerei in Dresden im Jahr 1906 ist die Folge.   Eine Überschwemmung im Jahre 1923 ruiniert die Brennöfen und vernichtet viele Tonnen Briketts. Die Produktion wird dadurch erheblich eingeschränkt. Mit der Inflation bricht der Verkauf soweit ein, dass die Porzellanmanufaktur 1926 vorübergehend schließen muss.   Mit steigenden Exportzahlen insbesondere in die USA (u. a. auch an Tiffany) können die Verluste der zwanziger Jahre ein wenig ausgeglichen werden. Spezialität der Manufaktur sind jetzt Accessoires im Art-Déco-Stil wie Vasen, Dosen, Schreibgarnituren u.s.w.  

1932 - 1952


TIME   WAGENFELD   FÜRSTIN  
Bauhaus     Modern  
1932
 
1934
 
1952
 
Die Porzellanmanufaktur FÜRSTENBERG gehört in den dreißiger Jahren zu den wenigen Manufakturen, die einen radikalen Umbruch in der Formgestaltung hin zur sachlichen Funktionalität insbesondere im Design ihres Porzellans konsequent umsetzen.   Die "Form 639" von Wilhelm Wagenfeld wird bei der Pariser Weltausstellung mit der Goldenen Medaille prämiert. Gleichzeitig werden zwei Vasen nach Entwürfen des Keramikers Siegfried Möller in die Sammlung der deutschen Warenkunde aufgenommen.   Die Nachkriegszeit sorgt für einen lang anhaltenden Boom. Die Menschen haben enormen Nachholbedarf und das "weiße Gold" erfreut sich immer größerer Beliebtheit. FÜRSTENBERG hat mit seiner Hinwendung zur neuen Sachlichkeit den Sprung in die Moderne vollzogen.  

2000 - 2004


BASIC   CENTRAL PARK   TAPA  
21. Jahrhundert      
2000
 
2003
 
2004
 
FÜRSTENBERG gewinnt die Ausschreibung für das offizielle Gastgeschenk der EXPO 2000. Die jeweiligen Landesvertreter erhalten eine EXPO-Schale und hinterlassen ihren Handabdruck in Porzellan an der "Wall of Fame", die heute im Museum im Schloss ausgestellt ist.   2003 ist ein Jahr der Preise: das fünfteilige Schalenset QI des Koreaners Kap-Sun Hwang erhält den "red dot: best of the best" für höchste Designqualität. Außerdem konnte für die Geschenkartikelserie TWIST der "Design Plus award 2003" entgegengenommen werden.   Der Exportanteil ist in den vergangenen 10 Jahren von nahezu null auf 20 Prozent gestiegen. Die zweibändige Kulturgeschichte "die Porzellanmanufaktur FÜRSTENBERG" der ehem. Kuratorin Dr. Beatrix Freifrau von Wolff Metternich erscheint.  

2006 - 2009


MY CHINA!   VICTORIA LUISE   CARLO DAL BIANCO  
     
2006
 
2007
 
2009
 
Die Manufaktur kooperiert mit sieger design und entwickelt die Marke SIEGER by FÜRSTENBERG. Gleichzeitig findet eine Neuausrichtung der Traditionsmarke statt, die sich in der Modernisierung der Produktlinien und einer Überarbeitung der Corporate Identity manifestiert.   Anlässlich des 260-jährigen Firmenjubiläums relauncht FÜRSTENBERG das 1952 entstandene Service FÜRSTIN und setzt durch eine perfekte Form, einen außergewöhnlichen, zarten Scherben, reinstes Weiß und Dekore, Akzente in der Geschirrgestaltung.   Der italienischen Architekt Carlo Dal Bianco entwirft eine neue Form, die klassische Elemente mit zeitgenössischen Einflüssen vereint. Die Dekore Oro und Este sowie alle Teile in puristischem Weiß können beliebig miteinander kombiniert werden.  

2010 - 2012


SOLITAIRE   Gourmetlinie BLANC   TOUCHÉ  
     
2010
 
2011
 
2012
 
Es ist die besondere Glasur, die jedes Stück zum Unikat werden lässt. 2010 gelang es, die bis in die Song-Dynastie (960–1279) zurückreichende Technik der Kristallglasur wieder aufleben zu lassen. Das Resultat ist eine faszinierende Kollektion feinster Vasen und Schalen, bei der jedes Exemplar ein nicht reproduzierbares Einzelstück darstellt.   Unter der Maxime, mit innovativen Lösungen den hohen Ansprüchen der Gastronomie zu entsprechen, wurde in Zusammenarbeit mit den Sterneköchen Sven Elverfeld, Nils Henkel, Tim Raue und der Designerin Mikaela Dörfel BLANC entwickelt.   Aus hauchdünnem Porzellan gefertigt, bestechen die edlen Trinkgefäße durch filigrane Eleganz und technische Raffinesse. Sie verfügen über einen speziellen Thermoeffekt, der durch die einzigartige doppelwandige Ausführung zustande kommt.